Betreuung von Kindern beruflich Reisender

Unterrichtsmaterialien für die Arbeit mit Zirkus- und Schaustellerkindern

( Michael Hümmer, Irma Amrehn )

Der Bereich wird demnächst ausgebaut.

 

Konzept zur schulischen Förderung der Kinder beruflich Reisender

  • Die Stammschule

Stammschule ist die Grund- oder Hauptschule, die der Schüler am Winterstandort oder in der reisefreien Zeit besucht. Sie führt die Schülerakten, hilft bei Lernschwierigkeiten im Rahmen der inneren Differenzierung, bereitet mit Eltern und Kindern gemeinsam die schulischen Aufgaben der neuen Reisesaison vor und führt nach Ende der Reisesaison den Schüler wieder an den Lernstand der Klasse heran.
Die Stammschule stellt die Lernmittel und das Schultagebuch bereit, stellt die Zeugnisse aus und entscheidet über das Vorrücken. Der Klassenlehrer der Stammschule hält mit den Eltern Kontakt auch während der Reisezeit, gibt ihnen Auskunft über den Wissensstand des Kindes und über mögliche Fördermaßnahmen.

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Die Stützpunktschule


Stützpunktschule ist eine Grund- oder Hauptschule, die in unmittelbarer Nähe des gewöhnlichen Festplatzes liegt und die in jedem Schuljahr von einer größeren Anzahl von Kindern beruflich Reisender besucht wird. Sie ist auf die Betreuung reisender Kindern besonders eingestellt und hat die Aufgabe, jedes Kind nach den im Schultagebuch ausgewiesenen Lernplänen und den mitgebrachten Schulbüchern bestmöglich zu fördern. Die Eintragungen im Schultagebuch geben der Stützpunktschule Hinweise auf den aktuellen Leistungsstand sowie Empfehlungen zur Weiterarbeit. An jeder Stützpunktschule wird der Lernstand des Kindes im Schultagebuch dokumentiert und in einem Lernbericht festgehalten. Ebenso werden Empfehlungen für die Weiterarbeit an der nächsten Schule ausgesprochen. Eine Kopie des Lernberichts muss bei Abreise des Kindes an die Stammschule geschickt werden. Für die Dauer des Aufenthalts sollte sich die Stützpunktschule um ggf. Möglichkeiten der Mittags- und Hausaufgabenbetreuung bemühen.




  • Das Schultagebuch – Verwendung ab dem Schuljahr 2005/06


Ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen Stammschule und Stützpunktschulen ist unverzichtbarer Bestandteil des Konzepts, insbesondere geht es dabei um Informationen über den Lernfortschritt der Kinder. 
Um dies für alle zu erleichtern und durchschaubar zu machen, wurden Schultagebücher zunächst für die Grundschule und 1998 für die Hauptschule eingeführt. Sie enthalten allgemeine Informationen und Hinweise für Eltern und Lehrkräfte sowie Minimallehrpläne für die Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch (Hauptschule).
Im Auftrag der Kultusministerkonferenz (KMK) wurde nun ein bundeseinheitliches Schultagebuch entwickelt. Die bislang verwendeten Schultagebücher werden entsprechend modifiziert und sollen ab dem Schuljahr 2005/06 in Bayern wie folgt eingesetzt werden:

Der allgemeine Teil des Schultagebuches wird durch die Vorlagen des bundeseinheitlichen Schultagebuches ersetzt. Sie enthalten Informationen für die Stützpunktschulen, einen Schülerpersonalbogen, eine Vorlage für den Bericht der Stammschule zur Lernausgangslage, einen Schulbesuchskalender, eine Vorlage für einen Lernstandsbericht der Stützpunktschule sowie einem individuellen Lernplan für die Reise. Damit ist es möglich, den Leistungsstand und den Lernfortschritt des einzelnen Schülers zu dokumentieren, wodurch eine größere Kontinuität im Lernprozess erreicht werden soll.


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